Autor Thema: Allerlei kriminelles aus Paraguay  (Gelesen 29902 mal)

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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #15 am: November 01, 2014, 02:51:35 Vormittag »
Pablo Medina: Drogen, Politik und Justiz

Am vergangenen 16. Oktober wurden der für die Zeitung ABC Color tätige Journalist Pablo Medina und seine Assistentin Antonia Almada in der Gegend von Villa Ygatimí im Departamento Canindeyú erschossen. Ein Motorrad mit zwei Männern in Tarnkleidung stoppte das Fahrzeug des ABC-Korrespondenten, einer der Anhalter fragte nach seinem Namen und dann eröffneten die beiden Personen auf dem Motorrad das Feuer und trafen die beiden Insassen im vorderen Bereich des Fahrzeuges mehrere Male. Auf der Rückbank befand sich eine junge Frau, die die Tat überlebte und darüber berichten konnte.

Der Bürgermeister der Stadt Ypejhú Vilmar Acosta Marqués gilt für die Staatsanwaltschaft als Drahtzieher des Mordes. Nach Auswertungen von Telefongesprächen, die kurz vor der Hinrichtung geführt wurden, identifizierte man zunächst den Bruder des Bürgervertreters und gestern, so schreibt Última Hora, den Neffen des Beschuldigten als die Killer.


Am Mittwoch Morgen durchsuchte die Polizei den Wohnsitz des Neffen, der aber verlassen aufgefunden wurde. Acosta Marqués und sein Bruder werden seit Tagen mit einem Haftbefehl gesucht und sind weiterhin flüchtig. Die beiden Brüder sind auch wegen der Produktion und Verarbeitung von Drogen angeklagt. Bei einer Durchsuchung der Estancia der Familie Acosta Marqués am vergangenen Donnerstag fand eine Gruppe von Agenten der Drogenpolizei und der Staatsanwaltschaft insgesamt fünf Drogen-Camps. Beschlagnahmt wurden bei dem Einsatz drei Tonnen Marihuana verteilt auf 120 Säcke sowie 158 kg bereits zu Tafeln gepresstes Haschisch.

Erst der Drogenfund führte zu einem Haftbefehl gegen den Bürgermeister und seinen Bruder, zuvor hatte die Staatsanwaltschaft mit der Suche nach den Beschuldigten gezögert, was viele Journalisten auf die Straße brachte und von Vielen als Begünstigung der Politiker gedeutet wurde, die so mehrere Tage Zeit hatten, um sich abzusetzen. Bei einer weiteren Durchsuchung in der Stadtverwaltung von Ypejhú entdeckte man Waffen, Sturmhauben und ein Fahrzeug mit Marihuana-Samen, das eigentlich als Schulbus genutzt werden sollte.

Am Sonntag publizierte Última Hora eine Liste von 14 Richtern die wegen vermeintlicher Zusammenarbeit mit der Drogen-Mafia beurlaubt wurden und weitere vier traten freiwillig zurück. In fast allen Fällen geht es darum, dass angeklagte Mafiosos ohne Würdigung der Beweislage auf freien Fuß gesetzt wurden. Die Richter kommen aus den Gebieten Alto Paraná, Amambay, San Pedro und Asunción. Insgesamt werden 21 Richter staatsanwaltlich im Hinblick auf eine mögliche Kooperation mit Drogen-Syndikaten untersucht.

Gestern Morgen stellte die für Personalfragen zuständige Behörde im Justizpalast (Enjuiciamiento de Magistrados) erneut eine Richterin und einen Staatsanwalt vom Dienst frei, da diese einen Angeklagten frei ließen, der im vergangenen Jahr mit 2 Litern flüssigem Kokain angetroffen wurde. Der Freigelassene ist der Bruder eines Abgeordneten der Colorado-Partei für das Departamento Amambay. Angezeigt hatte die scheinbare Begünstigung der liberale Abgeordnete des gleichen Departamentos.

Mit dem Fall Pablo Medina sind inzwischen vier Staatsanwälte beauftragt. Kollegen von Medina bei der Zeitung ABC Color und anderer Medien organisierten mehrere Märsche und Demonstrationen in den vergangenen Tagen. Am Dienstag dem 28. Oktober strahlten fünf Radiosender zur gleichen Zeit eine Erklärung aus, in der sie für mehr Sicherheit und Gerechtigkeit plädierten, danach, um genau 10:15 Uhr, unterbrachen diese Sender ihr Programm für eine Schweigeminute.

Im April 2011 berichtete Pablo Medina über die Freilassung von Vilmar Acosta Marqués, die unter mysteriösen Umständen geschah. Auf dem Grundstück des Vaters von Acosta hatte man zuvor mehrere Leichen gefunden und Acosta war als Hauptverdächtiger festgenommen worden. Medina hatte damals den Justizminister und einen Richter am obersten Gericht beschuldigt, persönlich in die Ermittlungen eingegriffen zu haben, was zu der, den Umständen nach, unerklärlichen Freilassung des Angeklagten geführt hatte.

Der Minister hingegen wies die Vorwürfe zurück und erklärte, den Namen Vilmar Acosta Marqués nie gehört zu haben und sein Name tauche lediglich in den Unterlagen auf, da er die höchste Instanz in der Behörde sei. Medina hatte im Laufe der Jahre zahlreiche Morddrohungen im Zusammenhang mit seinen Ermittlungen über Drogenanbau in der Zone von Canindeyú erhalten.

Der Bruder von Pablo Medina, Gaspar Medina, ist Parteiführer für die PLRA (liberale Partei) in Canindeyú und forderte diese Woche Unterstützung seiner politischen Vereinigung bei der Aufklärung des Falles. Er sagte, für das, was seiner Familie in der Zukunft passieren könnte, sei allein die Regierung unter Präsident Cartes verantwortlich. “Ich kam hierher, um das Schweigen zu brechen, vielleicht hält man mich für einen Feigling, das bin ich nicht, aber ich habe Angst. Wir wissen nicht, ob wir morgen wieder aufwachen.”, führte er aus. Canindeyú nannte er “ein Niemandsland”. Den Medien warf er vor, die Aufmerksamkeit auf andere Themen lenken zu wollen.

Der Sekretär des Exekutiv-Komitees der regierenden Colorado-Partei sagte heute in einem Interview mit 780 AM: “Als politische Parteien haben wir die Verantwortung uns zu läutern. Als politische Führer müssen wir die Verantwortung wahrnehmen, dass unsere Institutionen durch den Drogenhandel unterwandert werden.”

Der Schriftsteller und Journalist Bernardo Neri Farina gewann kürzlich den Literaturpreis “Premio Lidia Guanes 2014″ für sein Buch “Fuego pálido” (Blasses Feuer). Sein Roman handelt vom Drogenhandel im Kleinen in den Chacaritas (Slums von Asunción). Última Hora führte diese Woche ein Interview mit Farina in dem die Reporterin die Frage stellt, ob der  Mikro-Drogenhandel in den Chacaritas eine Verbindung zum Handel im Großen hat, der zur Zeit die paraguayische Presselandschaft aufrührt. Farina antwortete: “Dies ist ein tief liegendes Problem, welches denselben polizeilichen Schutz genießt. Ohne Straßenhandel gibt es keinen Großhandel. Und die politische Schutzfunktion besteht in beiden Sektoren in seinen entsprechenden Ausmaßen. Wenn wir so weitermachen, sind wir bald ein Drogenland.”

Quelle: Última Hora, infobae / Paraguay.com / ABC Color, Foto: Facebook

Einmal mehr die Bestätigung, dass Paraguay das Land der Gauner und Ganoven ist !
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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #16 am: November 22, 2014, 11:51:25 Nachmittag »
9 Tonnen Marihuana gefunden

Geschrieben am 21. November 2014 von Stefan Undorf

Gestern führten die Nationalpolizei und die Antidrogeneinheit Senad mehrere Einsätze durch, bei denen insgesamt neun Tonnen Marihuana konfisziert wurden.

In der Kolonie Cué im Department Canindeyú fanden die Ordnungshüter 20 Hektar mit Hanfpflanzen und fünf Tonnen bereits geerntetes Kraut sowie 2,1 Tonnen Samen für die nächste Aussaat.

In einer parallelen Aktion auf einer Estancia mit dem Namen “Primavera” im Departamento Amambay, nahe der brasilianischen Grenze, wurden 3,5 Tonnen bereits verpacktes Marihuana und 200 Kilogramm gepresstes Haschisch aufgebracht. Ebenfalls fand man 103 kg Samen und acht Hektar mit Anpflanzungen.

Drei Männer wurden auf der Estancia verhaftet, die laut Senad illegal in das Gelände eingedrungen seien. Das klingt als hätten die Besitzer keine Ahnung gehabt, was auf ihren Ländereien passiert.

Mit geschätzten 5.000 bis 8.000 Hektar Marihuana-Kultivierung ist Paraguay nach Mexiko der größte Produzent der Droge in Amerika. Die vorgenannte Anbaufläche reicht für einen Ausstoß von 30 bis 45-tausend Tonnen jährlich, die zu ca. 80% ins nahe gelegene Brasilien geliefert werden.

In den vergangenen Monaten konnte die Senad verschiedene Drogenlabors zerstören, darunter mehrere, die Kokain aus bolivianischem Rohmaterial herstellten, das wahrscheinlich ebenfalls nach Brasilien gehen sollte. Eines der Labors produzierte ca. 100 Kg Kokain pro Woche. Ebenfalls zerstörte man kürzlich eine kleine Ecstasy-Fabrik.

In Ñemby gelang gestern die Verhaftung eines israelischen Staatsbürgers, der als operativer Kopf einer internationalen Bande, die Drogen zwischen Paraguay, Brasilien und Israel schmuggelt, gesehen wird.

Die Senad glaubt, dass mit dieser Festnahme die Gruppe handlungsunfähig wird. Bereits im April hatte man fünf Personen derselben Organisation bei gleichzeitigen Operationen in Ciudad del Este, Asunción, Lambaré und Areguá festgesetzt. Die Ermittlungen wurden gemeinsam mit brasilianischen und israelischen Behörden durchgeführt.

Der kaufmännische Chef der Bande wurde im Mai in der bolivianischen Stadt Santa Cruz verhaftet, kann aber nicht an Paraguay ausgeliefert werden, da hierzu kein grundsätzliches Abkommen mit dem Nachbarland existiert.

Quelle:
http://tinyurl.com/nwwq6no
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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #17 am: November 28, 2014, 10:48:54 Nachmittag »
"Narco-Politiker" im Parlament von Paraguay

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Senatoren und Abgeordnete der traditionellen politischen Parteien wegen Verbindungen zum Drogenhandel

Von
Matthias Arnold
amerika21



Asunción. Die parlamentarische Kommission zur Bekämpfung des Drogenhandels in Paraguay hat mehreren Kongressabgeordneten des Landes Verbindungen zum organisierten Drogenhandel vorgeworfen. Kommissionsmitglied Arnaldo Giuzzio hatte die Vorwürfe vergangene Woche auf einer Sitzung des Senats öffentlich gemacht. Sie richten sich unter anderem gegen drei Abgeordnete der Colorado-Partei (ANR).

Die Kommission berief sich bei ihren Anschuldigungen auf Beweise, die von der Behörde zur Bekämpfung von Drogen (Senad) bei Ermittlungen zusammengetragen worden seien. Demnach soll der ANR-Abgeordnete der Region San Pedro, Freddy D’Ecclesiis, enge Beziehungen zur Drogenmafia im Norden des Landes unterhalten haben. Auf einem Anwesen der Familie D’Ecclesiis' hätten die Ermittler große Mengen an Kokain sichergestellt. Aufgrund von abgehörten Telefonaten zwischen D’Ecclesiis und einem Drogenhändler könne eindeutig belegt werden, dass die Rauschmittel dem Politiker gehörten.

Guizzio belastete auch die Abgeordneten Marcial Lezcano (Region Amambay) und Bernardo Villalba (Concepción). Letzterer habe immer wieder als Anwalt berüchtigter Drogenbosse gearbeitet.

Es fiel zudem der Name von Carlos Rubén Sánchez Garcete. Ihm legt die Kommission zur Last, in den Regionen Amambay und Concepción ein illegales Netzwerk aus Politikern und Kriminellen aufgebaut zu haben, um Drogengeschäfte zu verschleiern.

Um die Vorwürfe zu belegen, hat der Senat in dieser Woche eine CD-ROM mit möglichen Beweisen an die Staatsanwaltschaft übergeben. Dabei kam es nach Angaben der Tageszeitung Última Hora zu Irritationen, als der für Drogendelikte zuständige Staatsanwalt sich zunächst weigerte, den Datenträger im Parlament abzuholen – aus protokollarischen Gründen, wie es hieß. Mehrere Abgeordnete warfen der Staatsanwaltschaft daraufhin mangelndes Interesse an der Aufarbeitung der Verflechtung zwischen Politik und Drogenhandel vor, was diese umgehend zurückwies.

Der Streit macht deutlich, wie sensibel Politik und Öffentlichkeit in Paraguay derzeit auf das Thema reagieren. Im Land tobt seit Wochen eine Debatte über Stärke und Einfluss nationaler sowie internationaler Drogenbanden, in den Medien ist von "Narco-Politikern" (Narcopoliticos) die Rede. Ausgelöst worden war sie im Oktober nach dem tödlichen Anschlag auf den paraguayischen Journalisten Pablo Medina und dessen Assistentin Antonia Almada. Beide recherchierten für die Tageszeitung ABC Color hauptsächlich zum Drogenhandel. Medina war in diesem Jahr bereits der dritte Journalist, der wegen seiner Berichte über den Drogenhandel getötet wurde (amerika21 berichtete). Die Regierung geht davon aus, dass die Verantwortlichen für die Tat aus diesem Milieu kommen.

Quelle:
http://tinyurl.com/nt5v338
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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #18 am: Dezember 06, 2014, 12:40:56 Vormittag »
Richter des obersten Gerichtshofs tritt zurück



Asunción: Der Richter im Range eines Ministers des obersten Gerichtshofs Víctor Núñez präsentierte am Dienstag seinen Rücktritt. In einem kurzen Brief an den Präsidenten des Gerichts heißt es lapidar: “Ich habe die Freude mich auf diesem Weg an I.E. (Ihre Exzellenz) zu richten, um Ihnen die Niederlegung meines Amtes als Minister des obersten Gerichtshofs bekannt zu geben.”

Die Presse hatte seit dem Mord an Pablo Medina und Antonia Almada im Oktober großen Druck auf den Richter ausgeübt, da unter seinem Vorsitz des obersten Gerichts 2011 Vilmar Acosta freigelassen wurde, der für die Hinrichtung der Journalisten verantwortlich gemacht wird. ABC Color, bei der die Ermordeten arbeiteten, beschuldigte Núñez, Druck ausgeübt zu haben, damit das Verfahren gegen Acosta und seinen Vater, in deren Garten man zuvor Leichteile entdeckt hattte und die sich deswegen in Haft befanden, eingestellt werde.

Senatoren der Parteien Colorado und Liberal kündigten vor einigen Wochen einen politischen Prozess gegen vier Mitglieder des Verfassungsgerichtes an, der nun zurückgetretene Minister war einer von ihnen. Der Prozess sollte wegen schlechter Amtsführung zustande kommen.

Noch vor einem Monat wies Núñez alle Vorwürfe von Beziehungen zu Drogenkartellen in einer ungewöhnlichen Form von Pressekonferenz zurück und beteuerte, dass er auf gar keinen Fall zurücktreten werde und sich auch niemals im Rahmen eines politischen Prozesses verantworten würde. Über Pablo Medina bemerkte er, dass dieser über Dinge schreibe, von denen er keine Ahnung habe.

Ein weiterer der vier in der Kritik stehenden Richter dankte in dieser Woche ebenfalls ab, so haben sich die beiden dem drohenden Prozess entzogen. Der Präsident des obersten Gerichtshofs, Raúl Torres Kirmser, rief im Fernsehen dazu auf, sich für den freigewordenen Posten von Núñez zu bewerben, man sei verpflichtet, den am besten qualifizierten Kandidaten einzustellen.

Quelle: infobae
- See more at: http://wochenblatt.cc/nachrichten/richter-des-obersten-gerichtshofs-tritt-zurueck/29473#sthash.vB5dbezf.dpuf


Ein Korrupter Staatsdiener weniger, ändern tut sich jedoch nichts ! Die Justiz bleibt weiter eine korrupte Farce!

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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #19 am: Dezember 12, 2014, 01:03:48 Vormittag »
Senator beschuldigt Strafbehörden



Senator Robert Acevedo beschuldigt die Polizei und Staatsanwaltschaften von Pedro Juan Caballero der Ineffizienz bei der Verfolgung und der Untersuchung des Mordes an dem Journalisten Fausto Alcaraz.

Beide Instanzen sind unfähig und führen zu einem Kadaver, der vor sich hin fault und nichts passiert. „Die Untersuchung wird von der vorherrschenden Korruption sowohl in der Polizei und der Staatsanwaltschaft erschwert … es existieren Fotos von Staatsanwälten, die Bier mit Verbrechern und Drogenhändlern trinken, aber auf die Interessen der Bevölkerung reagieren sie nicht“, kritisierte Acevedo das Verhalten gegenüber dem Radiosender 780 AM.

Er sagte, dass die an der Ermordung des Journalisten beteiligten Personen zu einer wichtigen internationalen Organisation gehören, natürlich sind sie auch im Drogenhandel involviert. Der Journalist übte als Mentor für die Bevölkerung über den Radiosender Kritik an den Machenschaften, er wurde zum Problem und musste verschwinden.

„Die Mutter leidet seit der Ermordung des Journalisten unter gesundheitlichen Problemen, auch bedingt durch die Kommentare über ihn“, sagte er. Des Weiteren ziehen immer wieder Häftlinge aus Tacumbú die Fäden zur Außenwelt, „sie hörten Radio-Amambay….dann geschah der Mord“, klagte der Senator an. Er deutete an, dass diese Inhaftierten eine Vorzugsbehandlung in den Strafanstalten genießen, die Behörden dulden diese.

„Sicherlich wird die Presse, Radio- und Fernsehsender weiter die illegalen Aktivitäten anprangern, dies hat aber nur nationale Auswirkungen, die Reichweite sei begrenzt und das beruhigt den regionalen Polizeikommandanten und die Staatsanwaltschaft, in Pedro Juan Caballero gibt es keine funktionierende Strafverfolgung“, erklärte der Senator abschließend.

Quelle:
http://tinyurl.com/nqeuek7

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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #20 am: Dezember 23, 2014, 03:12:05 Vormittag »
Journalist wegen Klage gegen Folter in Paraguay inhaftiert


Von
Irina Poprawa, Asunción
amerika21


Der paraguayische Journalist Paulo López

Asunción. Der paraguayische Journalist Paulo López ist beim Grenzübertritt von Argentinien nach Paraguay festgenommen worden. López, der sein Masterstudium in Argentinien absolvierte, wird Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen. Der Haftbefehl, der von Richterin Patricia Gonzáles auf Antrag des Staatsanwaltes Emilio Fuster ausgestellt und in der vergangenen Woche vollstreckt wurde, war seinem Anwalt nicht bekannt.

López hatte nach einer Demonstration gegen Fahrpreiserhöhungen Anfang des Jahres in der Hauptstadt Asunción Anzeige auf einer Polizeidienstelle wegen Misshandlung und willkürlicher Festnahme von Demonstrationsteilnehmern stellen wollen. Dabei wurde er selbst misshandelt und inhaftiert, seine Kamera sowie Aufzeichnungen eingezogen. Nach seiner Entlassung reichte er eine Klage gegen Folter und Willkür der Polizeikräfte bei der Staatsanwaltschaft für Menschenrechte im Beisein von Anwälten der Menschenrechtsorganisation Codehupy ein. Santiago Ortiz, Generalsekretär der Journalistenvereinigung Paraguays (SPP), sieht in der erneuten Verhaftung López einen klaren Einschüchterungsversuch und einen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit.

Die jetzt erfolgte neuerliche Verhaftung des Journalisten begründet die Staatsanwaltschaft mit "Rebellion". Erst Monate nach dem Vorfall im Januar dieses Jahres wurden Ermittlungen gegen López eingeleitet. Dabei hätte ein Uniformierter angeblich ein medizinisches Attest wegen einer "leichten Wangenschwellung" präsentiert.

Dass Menschenrechte noch keine Selbstverständlichkeit in dem südamerikanischen Land sind, zeigt ein weiteres Ereignis Anfang Dezember. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Polizeischule wurden verdiente frühere und heutige Offiziere durch den amtierenden Innenminister Paraguays, Francisco De Vargas, geehrt, unter ihnen auch Eusebio Torres, ein Veteran der Ausbildungs- und Forschungsstätte. Torres wurde  im Jahr 2007 wegen Folterungen während der Diktatur von General Alfredo Stroessner (1954-1989) verurteilt und unter Hausarrest gestellt. Auf heftige Proteste seitens der Bevölkerung und Menschenrechtlern, wie dem Träger des Alternativen Nobelpreises, Martín Almada, dessen Vater selbst Opfer des Terrorregimes unter Stroessner wurde, antwortete die Regierung bisher nicht.

Quelle:
http://tinyurl.com/l4hfcgh
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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #21 am: Januar 03, 2015, 12:42:34 Vormittag »
Drohungen für Kommission, die Mord an Medina untersucht

Der Senator Arnoldo Wiens von der regierenden Colorado-Partei zeigte an, dass mehrere Mitglieder der Kommission, die die Hinrichtung an dem Journalisten Pablo Medina und seiner Assistentin Antonia Almada untersuchen, Morddrohungen erhalten haben.

Gegenüber dem Korrespondenten von Última Hora in Curuguaty, Elías Cabral, sprach Wiens von Drohanrufen, die mehrere Mitarbeiter der Kommission erhalten haben, kurz nachdem eine Plantage mit Marihuana zerstört wurde. Er selbst habe allerdings keine entsprechenden Anrufe empfangen.

Bei den Untersuchungen treten laufend neue Verdachtsmomente im Zusammenhang mit dem Drogenhandel zu Tage, erklärte der Senator. Gemeinsam mit der Bauernorganisation Federación Nacional Campesina (FNC) hatte die Kommission in den vergangenen Tagen eine Anpflanzung von Marihuana in der Kolonie Huber Duré in Curuguaty vernichtet, danach hagelte es Drohungen.

Am Dienstag drang das Kommissionsmitglied Senator Pedro Santacruz zusammen mit Repräsentanten der FNC auf ein Grundstück, dessen Besitzer Marcelo Abente ist, vor und zerstörten eigenhändig 5 Hektar mit Marihuana-Pflanzen, da Polizei und Staatsanwaltschaft untätig blieben. Marcelo Abente soll verwandt mit der Abgeordneten Cristina Villalba sein, die für die Colorados im Parlament sitzt.

Am Mittwoch wurde auch die Staatsanwaltschaft tätig und ordnete eine Untersuchung des Grundstückes an.

Quelle:
http://tinyurl.com/pfwd7xa

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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #22 am: Januar 03, 2015, 12:45:15 Vormittag »
Neuer Geheimdienst für Paraguay



Asunción: Der paraguayische Präsident, Horacio Cartes, erließ am 24.12. ein Gesetz zur Gründung eine Geheimdienstes mit dem Namen “Sistema Nacional de Inteligencia” (Sinai). Die Aufgabenstellung lautet “Erkennung, Neutralisierung und Eindämmen von nationalem und internationalem Terrorismus und länderübergreifenden kriminellen Vereinigungen”.

Sinai bündelt die neu geschaffenen Institutionen Nationaler Rat für Intelligenz (CNI) und das Nationale Sekretariat für Intelligenzfragen (SNI), beide sind dem Präsidentenamt direkt unterstellt, sowie das Innenministerium, das Verteidigungsministerium, das nationale Anitdrogensekretariat (Senad) und das Sekretariat für Geldwäsche (Seprelad).

Gemeinsam sollen “Informationen aus allen nationalen und internationalen Bereichen gesammelt und verarbeitet werden”. Regelmäßig sollen vertrauliche Berichte für den Präsidenten und Behörden, die dieser auswählt, erstellt werden, bestimmt das Gesetz.

Der Nationale Rat (CNI) trifft sich mindestens alle zwei Monate und öfter bei Bedarf, mit dem Ziel “den Frieden und die Sicherheit des Staates zu garantieren, die nationale Souveränität zu schützen, die verfassungsmäßige Ordnung zu wahren und das bestehende demokratische Regime zu erhalten”. Der CNI hat eine für die Regierung beratende Funktion und seine Mitglieder unterliegen der Geheimhaltungspflicht.

Die Mitarbeiterlisten und Gehälter für die neuen Behörden müssen im Widerspruch zu dem im September ratifizierten Gesetz zum Zugriff der Bürger auf öffentliche Daten nicht veröffentlicht werden.

Mitarbeiter des SNI dürfen ab dem Zeitpunkt ihrer Ernennung nicht mehr an politischen Aktivitäten teilnehmen. Cartes hat bislang noch keinen Behördenchef ernannt.

Hauptsächlich, so ist aus Regierungskreisen zu hören, soll sich die Arbeit gegen den organisierten Drogenhandel und die selbsternannte Paraguayische Volksarmee (EPP) richten.

Quelle.
http://tinyurl.com/lbt5mht

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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #23 am: Januar 17, 2015, 11:08:48 Nachmittag »
Drogenhandel in Paraguay unter Polizeischutz

Von
Irina Poprawa
amerika21

Asunción. Die massive Verstrickung der paraguayischen Polizei mit dem grenzübergreifenden Drogenhandel nach Brasilien ist publik gemacht worden. Nachdem mehrere Leiter von Polizeidienststellen im Nordosten Paraguays ausgewechselt wurden, hat der Senator der Liberalradikalen Partei, Luis Alberto Wagner, in Zusammenarbeit mit der Tageszeitung ABC Color unlängst eine Dokumentation der Verflechtung der örtlichen Polizei mit dem Drogenhandel vorgelegt. Die Auflistung der einzelnen Kommissariate und lokalen Polizeistellen belegen Schmiergeldzahlungen durch die Drogenmafia in Höhe von bis zu 400 Millionen US-Dollar jährlich.

Wagner wies gleichzeitig darauf hin, dass dieses Bestechungssystem nur mit Unterstützung von Politikern möglich sei. Er beschuldigte direkt die Abgeordnete der regierenden Colorado-Partei, Cristina Villalba und ihren Bruder Carlos, der Bürgermeister im Gebiet Canindeyú ist. Dort war im vergangenen Oktober der investigative Journalist von ABC Color, Pablo Medina und eine seiner Begleiterinnen, Antonia Almada, bei Recherchen im Drogenmilieu erschossen worden. Der mutmaßliche Mörder, Vilmar Acosta Márques, ist Bürgermeister von Ypehú und ein enger Freund des Villalba-Clans. Er befindet sich seither auf der Flucht.

Die Untersuchungskommission, die den Tod von Medina und Almada aufklären soll, informierte die Behörden über die mutmaßliche Verstrickung der Polizei in den Drogenhandel. Vor wenigen Tagen gab der Kommandant der Nationalpolizei, Francisco Alvarenga, zu, diese Informationen erhalten zu haben und forderte die Kommission auf "formale Klage einzureichen", damit er handeln könne. Der bisherige Bericht der Kommission sei "sehr schrill", sagte er gegenüber der Tageszeitung ABC Color.

Im Gebiet Canindeyú fand im Sommer 2012 auch das Massaker von Curuguaty statt, bei dem elf Landlose und Kleinbauern und sieben Polizisten ums Leben kamen und das zum parlamentarischen Putsch gegen den linksgerichteten Präsidenten Fernando Lugo führte. Die Hintergründe sind bis heute nicht aufgeklärt. Der Vorsitzende des Sekretariats zur Bekämpfung von Drogen (Senad), Francisco de Vargas, hatte damals öffentlich die Hypothese geäußert, dass die Drahtzieher des Massakers die Drogenmafia sein könne.

Quelle:
http://tinyurl.com/oeteafs
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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #24 am: Januar 20, 2015, 12:13:21 Vormittag »
Feiern und Leiden im Gefängnis

Geschrieben am 17. Januar 2015 von Stefan Undorf

Radio Ñandutí verbreitete diese Woche Fotos aus dem staatlichen Gefängnis in Ciudad del Este, auf denen Gefängnisinsassen gut gelaunt mit Whisky-Flaschen, Telefonen und Marihuana vor der Kamera posieren. Laut dem Gefängnisdirektor sind einige Fotos aktuell andere aber aus dem Jahr 2010, was Grund zu der Annahme gibt, dass solche Feiern regelmäßig stattfinden.

Die Generaldirektion für alle Gefängnisse Paraguays hat eine Durchsuchung angeordnet, um Telefone, Rauschmittel und weitere Beweisgegenstände sicherzustellen. Die Gefängnisleitung will die Vorfälle untersuchen, gibt aber mit Hinweis auf die laufenden internen Ermittlungen noch keine Informationen bekannt.

Auch das Justizministerium wurde über die Abteilung für interne Angelegenheiten und Antikorruption tätig und will Beweise sammeln und diese an die Staatsanwaltschaft übergeben. Nach Zeugenaussagen finden derartige Feste regelmäßig für privilegierte Insassen statt. Der Gefängnisdirektor sprach auch von Indizien, dass die alkoholischen Getränke vom Wachpersonal beschafft wurden.

Leiden in Encarnación

Währenddessen klagte die Organisation “Nationaler Mechanismus zur Vorbeugung gegen Folter” (MNP), dass Wachpersonal des Gefängnisses von Encarnación, “systematische Folter” gegen die Einsitzenden anwendet.

Ein Arbeitsgruppe des MNP hatte die Zustände in der Haftanstalt im Zeitraum zwischen Juli und Dezember 2014 untersucht und nun ihre Ergebnisse bekanntgegeben. Darin ist zu lesen, dass Folter und Missbrauch angewendet werden “um die Inhaftierten disziplinarisch unter Kontroller zu halten.”

Es ist von Schlägen und Tritten auf alle möglichen Körperstellen die Rede, auch unter Zuhilfenahme von Gegenständen. Man habe Wunden, Hämatome und weitere Verletzungen dokumentiert, die laut Aussagen der Gefangenen auf Misshandlungen durch die Wärter zurückzuführen seien. Der Bericht spricht auch davon, dass der Vorsteher des Gefängnisses, ein ehemaliger Polizist, diese Praktiken billige und fördere.

Quelle: Última Hora
http://tinyurl.com/p4l4txj



5 Kommentare zu “Feiern und Leiden im Gefängnis”

    Manfred schrieb am 17. Januar 2015 um 13:05 :

    Auf gut schwäbisch: “Was ist das für ein Saustall?” Was funktioniert eigentlich in diesem Land?
    Tausende, die nur deshalb nicht ins Gefängnis kommen, weil keine Plätze vorhanden sind. Hunderttausende die in den Gefängnissen wie Vieh gehalten werden, oftmals ohne Urteil, ohne jegliche ordentliche Aufsicht, ohne Sinnvermittlung und absolut rechtlos. Beinahe wöchentlich liegen ermordete Gefängnisinsassen auf den Fluren. Resozialisierung ist ein Fremdwort, genauso wie Mindest-Menschenrechte für die Gefangenen. Und das schlimmste ist, daß jeder unbescholtene Bürger lediglich aufgrund eines Verkehrsunfalles mit schwerer Körperverletzung oder Todesfolge sich in dieser vorweggenommenen Hölle wiederfindet. Darum kann nur jedem Verkehrsteilnehmer dringend angeraten werden, absolut defensiv zu fahren und ansonsten jeglicher Auseinandersetzung mit Einheimischen aus dem Wege zu gehen. Der Klügere gibt nach, der Dumme verliert u.a. alles.

      
        Christian schrieb am 18. Januar 2015 um 10:11 :

        Was meinte der Polizist, als mein Kumpel einen Unfall hatte, weil ihm ein Paraguayer auf der falschen Seite nachts entgegen kam und beide Fahrzeuge schrottete?: der Blankito zahlt, der hat das Geld, völlig egal wer Schuld ist. Manfred hat leider recht, es zahlt immer der Deutsche, denn wie jeder Paraguayer weiss, wächst Geld in Deutschland auf Bäumen und man brauchts nur runter zu reissen. Wär doch ungerecht, wenn einer dieser volltauglichen Verkehrsteilnehmer auch mal Verantwortung für sein Handeln übernehmen müsste oder?
     
            Manfred schrieb am 18. Januar 2015 um 13:45 :

            Nur um die Schilderung von Christian zu ergänzen: Kürzlich erfuhr ich, daß einem Deutschen ein Paraguayer wegen zu geringem Abstand auffuhr. Schuldfrage eigentlich logisch und klar – nicht jedoch in Paraguay. Als Schuldiger wurde der vorausfahrende Deutsche ausgemacht, bekam ein Strafmandat und mußte den Schaden des Auffahrenden bezahlen. Nun stelle man sich vor, der wäre auch noch verletzt worden! Ich möchte an dieser Stelle alle Deutsch sprechenden Eingewanderten bitten, solche Beispiele dem ‘Verlag zu melden. Ich werde mich diesebzüglich beim Verlag melden. Und natürlich auch gute Rechtsanwälte zu benennen, dem es gelang, dem Unschuldigen zum Recht zu verhelfen ohne dafür Bestechungsgelder bezahlt zu haben. Wenn es uns als “ewige Gringos” nicht gelingt zusammen zu stehen, dann sind wir einzeln u.U. irgendwann Opfer dieses Justizsystems! Und niemand, der uns dabei hilft.
         
                9mm schrieb am 18. Januar 2015 um 22:37 :

                Manfred es freut mich, daß sie frischen Schwung in die Kommentare des Wochenblatts bringen. Frischer Wind tut immer gut.

                Manche Dinge werden andererseits aber leichter verständlich, wenn man ein Jährchen oder mehr in Paraguay gelebt hat. Da sie wirklich interessiert scheinen, möchte ich ihnen hiermit anbieten, diesen Lernweg ein wenig zu beschleunigen.

                Bitte lesen sie die folgenden Zeilen aufmerksam durch, und denken sie darüber nach, bevor sie sich ein Urteil bilden.

                Paraguay ist nicht Deutschland. Nichts, aber auch gar nichts funktioniert hier so, wie sie es gewohnt sind. Es ist jedoch meist kein Wahnsinn oder auch sinnlos, es hat vieles sehr wohl einen Sinn, aber es ist eine anderes Denken.

                Beispiel Gefängnis: Wer kein Geld hat, wird eingesperrt bis die Angehörigen zahlen können. Stellen sie sich statt Gefangener einfach Geisel vor, und sie kommen der Lösung näher.
                Wer will das Geld? Alle! Die Polizei, die Wärter, der Anwalt, der Staatsanwalt, der Richter. Alle wollen Geld sehen – ihr Amt, oder auch Gesetze sind vielen nicht so wichtig, wie die eigenen Taschen zu füllen.

                Können sie nicht zahlen, werden sie schlecht behandelt bis sie zahlen.
                Können sie schon zahlen, dann wechseln zB U$ 200 000 den Besitzer und die Beweise, welche sie mit einem Doppelmord in Verbindung bringen werden vom Staatsanwalt verloren und der Richter läßt das Verfahren einstellen.

                Dies ist keine Erfindung von mir, der Fall ist in Paraguay vor nicht allzuvielen Monaten passiert und läßt sich auch im Wochenblatt entsprechend nachlesen.

                Beispiel 2: Verkehr
                Gibt es Personenschaden, muß das ersteinmal bezahlt werden. Tote kosten am Meisten. Haben sie eine Versicherung, welche den Schaden an 3. bezahlt, gehen sie nicht ins Gefängnis. Dies ist (nur) deswegen eine sehr sinnvolle Versicherung.

                Haben sie das nicht, müssen sie uU. recht kurzfristig 30 Millionen Gs hinterlegen, damit sie nicht ins Gefängnis müssen. Sie erkennen – es geht in Paraguay IMMER *IMMER* um Geld. Nicht “nur” um Geld sondern AUSSCHLIESSLICH um Geld.

                So lange sie zahlen können, können sie machen was sie wollen. Im Verkehr, im Privatleben, in der Politik oder was auch immer. Fast alles, was sie sich vorstellen können ist möglich, solange sie es bezahlen können.

                Wer bekommt also bei Gericht den “schwarzen Peter”, wer wird schuldlos gesprochen?
                Können sie es erraten? Ja?

                Richtig! Derjenige der mehr zahlt. Wenn sie unschuldig sind, müssen sie trotzdem zahlen, wenn sie schuldig sind, ist es etwas teurer. Der Sachverhalt an sich, entscheidet über den Preis – nicht darüber wer Schuld hat, oder nicht. Oder wer ins Gefängnis muß oder nicht, denn darüber entscheidet ihre Brieftasche. Wieviel zu zahlen sie in der Lage oder Willens sind. Vorzugsweise U$ in Scheinen. Bargeld ist deswegen König im Lande.

                Denken Sie über diese Zeilen nach, es lohnt sich.

         
        ich schrieb am 19. Januar 2015 um 10:30 :

        Im Prinzip gebe ich dir recht, bis auf den Passus mit den unbescholtenen Bürgern. Wer hier genug Beziehungen, sprich Plata hat, kann überfahren oder umfahren wen er will und es passiert ihm nichts.
     
In Paraguay regiert nur Geld und Beziehungen, dann kann man sich alles erlauben!



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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #25 am: Januar 22, 2015, 11:18:34 Nachmittag »
Kokain bei der Polizei gestohlen

Pedro Juan Caballero: Aus dem Polizeihauptquartier von Pedro Juan Caballero sind am Samstag Morgen 252 Kilogramm Kokain verschwunden.

Die Drogen wurden vor acht Tagen in derselben Stadt konfisziert und befanden sich in einem Lager mitten in der Polizeistation. Die vermeintlichen Besitzer sind zwei Landräte, einer für die regierende Colorado Partei und der andere für die Liberalen aus der Opposition.

Für das Verschwinden der verbotenen Substanz gibt es zur Zeit keine Erklärung, es ist unwahrscheinlich, dass eine Putzfrau 252 Kg in einer Handtasche oder einem Putzeimer wegschaffen konnte.

Sieben Polizisten der Spezialeinheit GEO (Grupo Especial de Operaciones) stehen im Verdacht, mit dem Verschwinden in Zusammenhang zu stehen und wurden vom Dienst suspendiert. Der Polizeichef von Amamba ist der Meinung, dass hier mangelnde und Fahrlässigkeit seitens seiner Beamten im Spiel ist. Man hätte das Lager besser beschützen müssen. Allerdings soll man nicht von einigen möglicherweise korrupten Individiuen auf die ganze Organisation schließen.

Der Chef der Antidrogenabteilung der Polizei, Bartolomé Báez, ist der Meinung, dass jeder der Beteiligten zwischen 100.000 und 250.000 US-Dollar für den Transport der Drogen bekommen habe. Den Leuten sei bewusst gewesen, dass sie nahezu Selbstmord mit der Tat begehen und für weniger Geld hätten sie das nicht gemacht, sagte Báez im Radio 780 AM. Sie hätten nur nicht damit gerechnet, dass ihre Tat so schnell auffliegt. Bei der Wachablösung habe der Leiter der nächsten Schicht eine Überprüfung des Lagers durchgeführt und darum hatten die Täter nicht genügend Zeit sich abzusetzen.

Das Kokain wurde auf einer Estancia in der Gegend von Zanja Pytã, die zum Einzugsbereich der Stadt Pedro Juan Caballero gehört, gefunden. Zuvor wurde die weiße Ware aus einem Flugzeug abgeworfen, das wahrscheinlich aus Bolivien kam. Man vermutet, dass die Pakete weiter nach Brasilien transportiert werden sollten um in die Hände der Verbrecherorganisation Primer Comando Capital (PCC) zu gelangen.

Die Polizei hält die Landräte José María Bogado (ANR) und César Quevedo (PLRA) für die Eigentümer der Drogen und Drahtzieher ihrer erneuten Entwendung aus dem Polizeilager. Bogados Frau ist Schwester des Parlamentsabgeordneten Marcial Lezcano.

Quelle:
http://tinyurl.com/p79czfg
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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #26 am: Januar 22, 2015, 11:21:51 Nachmittag »
Neue Gesetze gegen den Drogenhandel

Paraguay “vereint seit langem die idealen Kriterien für den günstigsten und am wenigsten risikoreichsten Weg für Drogentransporte”, sagte der Chef der Antidrogenbehörde Senad, Luis Rojas anlässlich einer Pressekonferenz am vergangen Mittwoch.

Zuvor hatte die Behörde 355 Kilo Kokain in Concepción beschlagnahmt. Die Drogen wurden in einem Flugzeug gefunden, dass man kurz nach der Landung abfing. Zwei bolivianische Piloten und drei paraguayische Staatsbürger waren an Board, darunter der Besitzer der Estancia, auf der die Maschine landete.

Laut Rojas sind die fehlende Kontrolle des Luftraums, die Auslassungen bei der Grenzkontrolle und die “schrecklichen Probleme” der Korruption bei den Sicherheitsorganen und innerhalb der Justiz geradezu eine Einladung für den regionalen Drogenhandel.

Der Senat will in einer außerordentlich Sitzung am 3. Februar zwei Gesetzesvorlagen behandeln. Eine beschäftigt sich mit einer Kontrolle des Luftraums und eine zweite mit dem Einzug des Vermögens von Drogenhändlern. Beide Gesetze wurden bereits im Dezember von der Abgeordnetenkammer abgesegnet.

Rojas ist der Meinung, dass das Gesetz zur Beschlagnahmung des Besitzes von “Narcos”, das den Titel “Gesetz zur Auslöschung des Besitzes” (ley de extinción de dominio) trägt, das Problem des Drogenschmuggels an seiner wirtschaftlichen Wurzel trifft.

“Die Politik, die lediglich Drogen beschlagnahmt und zerstört ist weltweit fehlgeschlagen. Das Problem muss von der Wurzel her, bei der Finanzierung und dem wirtschaftlichen Rückhalt angefasst werden”, beurteilte er die Situation.

Im Hinblick auf das Gesetz zur Überwachung von Flugzonen, ist Rojas der Meinung, dass Paraguay dazu noch nicht reif sei, da “aufgrund der institutionellen Korruption leicht Fehler gemacht werden können”.

Die Begründung, dass Korruption problematisch für die Überwachung des Luftraums sei, lässt sich allerdings mit noch größerem Effekt auf das Gesetz zur Einziehung des Vermögens anwenden. Damit wird es sehr leicht, beliebige Personen des Drogenhandels zu beschuldigen. Ein Richter entscheidet über die Beschlagnahmung des Besitzes und der dann Mittellose muss, möglicherweise aus dem Gefängnis heraus, seine Unschuld beweisen. Ein gewiefter Drogenhändler hingegen hat seinen Besitz wahrscheinlich über viele Mittelsmänner und Firmennetzwerke verteilt und dürfte nur schwer mit dieser Maßnahme von seiner Tätigkeit abzuhalten sein.

Quelle:
http://tinyurl.com/k6gbvuk
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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #27 am: Januar 30, 2015, 11:08:34 Nachmittag »
Deutscher Landwirt und seine Frau von der EPP erschossen

Azote’y / Concepción: Sicherheitskräfte aus Behördenkreisen bestätigten heute Morgen gegenüber der Ultima Hora, dass letzte Nacht Robert und Erika Natto in einem Waldgebiet bei Azotey tot aufgefunden wurden.

Das Ehepaar wurde von einer bewaffneten Gruppe, nach Abschluss einer Rinderimpfung auf ihrer Estancia, etwa vier Kilometer von dem Ort Azotey entfernt, angehalten und entführt.
Laut dem Bericht der Ultima Hora, durchkämmten Spezialkräfte der Joint Task Force in der Nacht die Wälder in der Umgebung auf der Suche nach den Terroristen der EPP als sie Schüsse in der Nähe hörten.

Etwa 200 Meter weiter fand die Patrouille die Leichen der Entführten (beide haben die deutsche Staatsangehörigkeit). Der Mann und seine Ehefrau wurden durch Kopfschüsse hingerichtet. In den Morgenstunden begann die forensische Untersuchung der Leichen und des Tatortes.

Robert und Erika Natto hatten mit vier anderen Personen Rinder geimpft, entführt wurden nur die Deutschen, weitere Personen, darunter auch Beamte des Veterinäramtes Senacsa, befanden sich auch als Geiseln in der Gewalt der Verbrecher, wurden aber kurz danach freigelassen.

Aufgrund deren Zeugenaussagen bestätigten die ermittelnden Staatsanwälte Javier Díaz de Verón und Sandra Quiñónez den Tathergang. Der Innenminister Francisco de Vargas geht davon aus, dass die gleichen Täter schon vor einigen Tagen die Estancia La Gringa, in Yby Yaú, überfielen.

Die Ermittler vermuten, die Kriminellen stehen unter der Führung von Alejandros Ramos, der mit entflohenen Häftlingen aus Concepción weitere Taten verüben könnte.
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Hintergründe zum Mord an deutschem Ehepaar in Paraguay



Robert Natto und Erika Reiser wurden gestern am frühen Nachmittag von Kriminellen, die der EPP zugerechnet werden, entführt. Bei ihnen war der Administrator ihrer Estancia, dessen Sohn und Neffe sowie ein Mitarbeiter einer Fremdfirma, welche für die Senacsa Kontrollen durchführt. Ziel des Ausfluges war das Impfen einiger Rinder. Als die Gruppe gegen 13:30 Uhr noch nicht zum Essen kam rief die Haushälterin bei der Polizei in Azote`y an und meldete sie als vermisst.

Der Vater von Robert Natto, Hans, kam vor 30 Jahren aus Deutschland nach Paraguay und war einer der ersten sesshaften Bewohner der Gegend von Azote`y. Damals führte nur eine Sandstraße zu dem Gehöft, in der damals ruhigen und abgeschiedenen Gegend, die heute zum Zentralherd des Konfliktes der EPP mit dem Staat geworden ist. Die Sandstraße ist inzwischen in den Stand einer Ruta erhoben und seit vielen Jahren asphaltiert. Robert erbte die Estancia “Luisa Ganadera” von seinem, vor einigen Jahren, verstorbenen Vater. Die Estancia befindet sich in der Nachbarschaft der Familie Fick, deren Sohn von April bis Dezember in Gefangenschaft der EPP verweilte, doch schließlich unbehelligt freigelassen wurde.

Die Entführer ließen alle Personen, außer dem Ehepaar, später wieder frei. Als die Freigelassen zurück zu dem Gehöft kamen, trafen sie auf die Polizei, die sofort die Sondereinsatzgruppe aus Polizeikräften und Armee (FTC) alarmierte, um nach den Vermissten zu suchen. Laut Auskunft der Staatsanwältin Sandra Quiñónez erklärten die Überlebenden, dass die Entführer über Funk Befehle erhielten. Scheinbar habe man sich geirrt und die Entführten seien nicht die Zielpersonen gewesen. Zunächst habe man die Frau freilassen wollen, doch dann kam über Funk eine Order, diese weiter gefangen zu halten.

Das Ehepaar umarmte sich als man sie fand. Man nimmt an, dass die Frau kniete und der Mann sich halb über ihren Rücken beugte, um sie zu schützen. Beide hatten verschiedene Wunden, der Mann brach sich auf der Flucht ein Bein, informierte der Gerichtsmediziner. Beide hatten Einschüsse aus großkalibrigen Waffen in der Rückengegend. Der Mord geschah gegen Mitternacht. Dies gab zunächst Anlass zu Spekulationen, dass die Beiden auf der Flucht vor der FTC von den Terroristen als Schutzschild benutzt wurden und die tödlichen Schüsse von den Einsatzkräften abgefeuert wurden. Zwischenzeitlich wurde der Rücktritt des Innenministers gefordert.

Inzwischen ist man sich nach offiziellen Angaben aber beinahe sicher, dass die EPP die Gefangenen auf der Flucht hingerichtet habe. Die Schüsse seien aus kurzer Entfernung abgegeben worden, erklärte der Innenminister Francisco de Vargas. Der Gerichtsmediziner, Pablo Lemir, gab einen vorläufigen Autopsiebericht und erklärte, dass beide Opfer Merkmale, die auf eine Folter mit Elektroschocks hinweisen, zeigten. Dies deckt sich mit der Aussage der Staatsanwaltschaft, die einen Elektrostab sichergestellt haben will, wie er von einigen Landwirten zum Treiben von Kühen verwendet wird. Bei dem Ehemann seien insgesamt sechs Einschüsse und bei der Frau zwei festgestellt worden.

Quiñónez erklärte am Morgen, dass sie heute persönlich Todesdrohungen erhalten habe, aber die Untersuchungen unbeirrt weiterführe. Am Nachmittag gab die Staatsanwältin bekannt, dass man Rucksäcke der EPP gefunden habe, die wertvolle Dokumente enthalten. Zum Einen verfüge man nun über das “Interne Reglement” der Gruppe und zum Anderen über Ausbildungsmaterial zu Feuerwaffen. Man will die Unterlagen analysieren und hoffe, zukünftig noch gezielter operieren zu können. Quiñónez gab auch an, dass man die Personalstärke der EPP auf 12 bis 15 Personen schätze.

Mittlerweile wird der Fall auch in der internationalen Presse aufgerollt, natürlich besonders in den deutschen Medien. Laut Süddeutscher Zeitung und Focus online ist das Auswärtige Amt informiert. Nach Aussagen der Kollegen gelang es weder den vorgenannten deutschen noch den paraguayischen Medien, der deutschen Botschaft in Asunción einen Kommentar oder eine Stellungnahme zu entlocken.

Die Bilanz der EPP unter der aktuellen Regierung beläuft sich bie heute auf drei Entführungen und 15 Morde. Robert Natto wurde 60 Jahre alt und seine Frau Erika Reiser de Natto 53.

Foto: Telefuturo

Quelle:
http://tinyurl.com/qzd9vps

Wieder einmal mehr die Bestätigung dafür, dass Morde an Ausländer fast nie aufgeklärt werden, weil sie von Einheimischen begannen werden! Der ganze Staat und Justiz sind selbst Kriminelle, die gegen Bares alle Probleme lösen auch Mord ! Paraguay ist das Verbrecherland Nr. 1 in Südamerika.
Wenn einer weiss das er weiss ,das er nichts weiss,weiss er mehr als wenn einer nicht weiss,das er nichts weiss!

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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #28 am: Januar 30, 2015, 11:32:33 Nachmittag »
Im an der Grenze zu Brasilien liegenden paraguayischen Department Amambay sind im vergangenen Jahr 66,73 Morde pro 100.000 Einwohner verübt worden. Die Zahlen sind vergleichbar mit denen in Venezuela und Honduras und belegen, dass die als Zentrum des Drogenhandels geltende Region eine der gefährlichsten weltweit ist.

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Re: Allerlei kriminelles aus Paraguay
« Antwort #29 am: Februar 07, 2015, 11:51:49 Nachmittag »
Deutscher in Asunción verhaftet

In einer gemeinsamen Aktion der paraguayischen Antidrogenbehörde Senad und des deutschen Bundeskriminalamtes wurde ein deutscher Staatsbürger auf offenen Straße in Asunción festgenommen, schreibt Última Hora am Mittwochabend. Es besteht ein internationaler Haftbefehl und ein Auslieferungsantrag gegen Jürgen Baum.

Der 40-jährige hatte bei seiner Festnahme einen paraguayischen Personalausweis (Cédula) bei sich, was ungewöhnlich ist, da bei der Beantragung des Dokumentes ein Führungszeugnis von Interpol eingereicht werden muss.

Seit ungefähr zwei Jahren hielt sich Baum in Paraguay auf und verließ nur selten seine bescheidene Wohnung im Zentrum von Asunción. Nach Aussagen der Beamten vermutete man bereits seit Juni 2014 einen Aufenthalt von Baum in Paraguay und versuchte seinen Aufenthaltsort zu lokalisieren.

Schließlich habe man den Deutschen gefunden und gestern Nachmittag auf der Straße Brasil in Höhe José Berges zugegriffen. Dem Verhafteten wird ein Bezug zum Drogenhandel zu Last gelegt.

Baum wurde in die Operationsbasis der Senad gebracht. Die Staatsanwaltschaft wurde bereits tätig und am Donnerstag ist bereits ein Termin beim Strafrichter anberaumt, der über das weitere Vorgehen entscheidet. Vieles deutet auf eine schnelle Auslieferung nach Deutschland, von wo der internationale Haftbefehl ausging, hin.

Quelle:
http://tinyurl.com/qeaddmk

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