Autor Thema: Wie man von Industrie & Handel dauernd abgezockt und betrogen wird  (Gelesen 5417 mal)

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Offline Winston

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Wie man von Industrie & Handel dauernd abgezockt und betrogen wird
« am: August 25, 2014, 12:45:08 Vormittag »
Studie - Hersteller bauen Defekte in Geräte ein

in Kooperation mit PCWELT

Diverse Elektro-Geräte werden von den Herstellern extra so gebaut, dass sie schneller kaputt gehen als es eigentlich sein müsste. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Geplante Obsoleszenz", die die grüne Bundestagsfraktion in Auftrag gab und die der Saarbrücker Zeitung vorliegt.

Von Panagiotis Kolokythas

Laut der Studie setzen die Hersteller unter anderem bei den Geräten absichtlich Teile von minderer Qualität ein oder helfen mit technischen Tricks nach. Ziel sei es dafür zu sorgen, dass die Verbraucher in kürzeren Abständen neue Produkte kaufen müssten. Die Ersteller der Studie schätzen in einer Modellrechnung, dass die Verbraucher dadurch jährlich knapp 140 Milliarden Euro ausgeben, um die auf diese Weise unnötig kaputt gegangenen Geräte zu ersetzen.
Als Beispiele für solche Produkte werden in der Studie Produkte wie Drucker, Elektrozahnbüsten, Notebooks, Kaffeevollautomaten, Waschmaschinen und Kopfhörer genannt. Bei Druckern würden beispielsweise Zähler eingesetzt, die dafür sorgen würden, dass die Geräte nach einer gewissen Anzahl von gedruckten Seiten ihren Geist aufgeben. Bei Elektrozahnbürsten kämen dagegen nicht auswechselbare Akkus zum Einsatz, die sich nach einer gewissen Zeit nicht mehr ordentlich aufladen lassen. Bei Kopfhörern soll der Einsatz von minderwertigen Materialien oder schlechte Verarbeitung dafür sorgen, dass es selbst bei normaler Nutzung zu Kabelbrüchen kommt. Geräte wie Notebooks würden, so die Studie weiter, so gebaut, dass deren Reparatur erschwert oder die Kosten dafür immens in die Höhe getrieben werden.

An der Erstellung der Studie war der Verbraucher-Experte Stefan Schridde beteiligt, der unter www.murks-nein-danke.de seit einiger Zeit eine Website betreibt, bei der Verbraucher ihre "Murkserlebnisse" mit Produkten melden können. Grünen-Politiker weisen nicht nur auf die hohen Kosten für die Verbraucher in diesem Zusammenhang hin, sondern dass solche Murksprodukte auch für unnötige Müllberge sorgen. Eine Forderung der Fraktion der Grünen lautet demnach, das Gewährleistungs- und Garantierecht zu überarbeiten.

Technik mit Verfallsdatum

Von Kamera bis Laptop: Kurzlebigkeit vieler Gadgets ärgert die Kunden.

Hier weiterlesen
http://tinyurl.com/c2xkgys

Quelle;
http://tinyurl.com/cyjj9b8

Ich find das eine echte Schweinerei, wo bleibt die so vielgerühmte Qualität und Langlebikeit nicht zu reden? Aber dicke Preise überall abkassierren und das Volk immer mehr verarmen lassen.
Der Konsument kann nie genug vorsichtig sein, bei der Geldausgabe ganz allgemein.
Gelogen, betrogen und abgezockt wird heute in fast allen Branchen ;D ;D
Freie Marktwirtschaft und Betrug mit staatlicher Unterstützung würde ich es mal schlicht bezeichnen!

Was lernt man daraus ?

Nicht alles was teuer ist, ist auch gut und Qualität !

Wir haben es mit richtigen Betrügern & Abzockern zu tun!

Also passt auf euch auf, wenn ihr nicht abgezockt werden wollt ! Die Gefahren lauern überall !  ;D

Gute Nacht

Offline Smokie

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Re: Wie man von Industrie & Handel dauernd abgezockt und betrogen wird
« Antwort #1 am: August 25, 2014, 12:48:12 Vormittag »
Betrugsvorwürfe gegen die Elektrobranche: Obsoleszenz-Streit lässt die Wogen hochgehen

Dieser Tage wird wieder über die „geplante Obsoleszenz“ gestritten. Die Diskussion ist nicht neu. Überhaupt nicht. Trotzdem wird sie dieses Mal ungewohnt scharf geführt. Denn auch Bundesminister Rudolf Hundstorfer fährt schweres Geschütz auf und schießt aufmerksamkeitsstark gegen Industrie und E-Handel. Die Handelsvertreter fürchten nun um den Ruf ihrer Branche. Sie weisen die Vorwürfe entschieden zurück und versuchen den angerichteten Image-Schaden möglichst gering zu halten.   

In regelmäßigen Abständen kommt die „geplanten Obsoleszenz“ auf den Medien-Tisch. Auch dieser Tage ist es wieder soweit. Und das Ganze läuft ab wie immer. Den Geräte-Herstellern wird vorgeworfen, bewusst Schwachstellen in ihre Produkte einzubauen, um den Verbraucher so zum Neukauf zu zwingen und massig Kohle zu scheffeln. Die Industrie wehrt sich, verweist ihrerseits auf sinkenden Preise und auf den tatsächlich oft vergessenen Unterschied zwischen „No-Name-Billig-Produkt“ und einem Marken-Gerät.

Alles wie immer? Nicht ganz. Von der Berichterstattung in Endverbraucher-Medien angestachelt, springt nun Rudolf Hundstorfer, seines Zeichens Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, auf den Obsoleszenz-Zug auf. Und er weiß, den Journalisten markige Knochen hinzuwerfen. „Diese Problematik der auffallend kurzen Produktlebensdauer nimmt ernstzunehmende Ausmaße an und der Verdacht, Produkte werden vorsätzlich so gestaltet, dass Reparaturen unmöglich bzw. unwirtschaftlich sind, scheint sich zu erhärten.“ Anschuldigungen gegen die Elektrobranche, medienwirksam in den diesjährigen Fraud Prevention Month (Betrugs-Verhütungs-Monat) eingebettet. Denn dessen Schwerpunkt liegt auf dem „geplanten Produktverschleiß“, wie Hundstorfer betont.

Betrug und die E-Branche

„Die E-Branche betrügt die Kunden! Es ist eine Verbrecher-Branche.“ Dieser Satz steht zwischen den Zeilen der Artikel, die in der rot-weiß-roten Gazettenlandschaft verbreitet werden. Zu Recht fürchtet das Bundesgremium  des Elektro- und Einrichtungsfachhandels nun um den Ruf des Handels. Die stationären Elektrofachhändler haben es nicht leicht. Sie, die auf Qualität hinweisen und gegen die „Immer-billiger-Mentalität“ auftreten, sie stehen unter Betrugs-Verdacht, wenn Billig-Produkte verfrüht den Geist aufgeben.

 „Im Namen unserer Lieferanten und im Namen des seriösen, österreichischen Elektro- und Einrichtungsfachhandels weisen wir diese Beschuldigungen auf das Allerschärfste zurück. Diese haltlosen Unterstellungen wurden ausgesprochen, ohne über irgendwelche belastbare Fakten zu verfügen. Beim Kauf eines Markenprodukts kann unser Kunde sicher sein, bewährte Qualität mit hoher, ja höchster Lebensdauererwartung zu erstehen“, versucht Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik zu retten was zu retten ist. Jede eingebaute „Lebensdauerbremse“ würde neben einem Vertrauens- und immensen Imageverlust auch extrem hohe Kosten für den gesamten Handel bedeuten

Die Frage des Kanals

Hundstorfer gibt zu, über keinerlei Beweise zu verfügen. Es müssten allerdings von Verbrauchern geschilderte Erfahrungen „als mögliche Indizien ernst genommen werden“. Er spielt auf eine Online-Umfrage des VKI an. Hier müsse aber unterschieden werden. „Natürlich werden am Markt oft auch Billigstprodukte meist von fachfremden Vertriebskanälen angeboten, deren technische Produktqualität sich manchmal als unterdurchschnittlich herausstellt. Bei einem Waschautomat um 250 Euro ist die technische Ausführung und Servicemöglichkeit sicher auf einem ganz anderen Niveau zu sehen als bei einem Erzeugnis eines Markenherstellers“, heißt es seitens des Bundesgremiums. Es liege in der Verantwortung des Konsumenten, ob er billig vom Regal kauft, oder sich beraten lässt.

Quelle:
http://tinyurl.com/cllcf3b